Weidehaltung: Virtuelle Zäune bieten Potenzial

Weidehaltung: Virtuelle Zäune bieten Potenzial

Virtuelle Zäune könnten die Weidehaltung flexibler machen. In Deutschland ist ihr Einsatz bislang jedoch nicht möglich. Nun bewertet ein Thünen Working Paper die Technik als mit Tierwohl und Tiergesundheit vereinbar und empfiehlt einen rechtlichen Rahmen für ihre Zulassung.

21 Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass Weidetiere innerhalb weniger Tage den Zusammenhang zwischen akustischem Signal und elektrischem Impuls lernen und den Impuls anschließend aktiv vermeiden. Virtuelle Zäune könnten zudem das Herdenmanagement erleichtern, den Aufwand für Bau und Unterhalt von Zäunen reduzieren und eine flexiblere Weidenutzung ermöglichen. Derzeit steht § 3 Nummer 11 des Tierschutzgesetzes einer Nutzung entgegen.

In Europa sind virtuelle Zäune bereits in Norwegen, Irland, den Niederlanden und seit 2026 auch in Schweden erlaubt.